Hallo zusammen 🖖
Ich habe mich schon eine ganze Weile darauf gefreut. Wir haben vor Kurzem eine ganze Reihe cooler neuer Sachen angekündigt, die bald erscheinen – darunter die Beam Ultra.
Wie immer ist das ein Deep-Dive für Nerds wie mich, die tief in die Technik eintauchen wollen. Alles hier basiert auf meiner eigenen Erfahrung mit dem Produkt, und etwaige Fehler im Beitrag gehen voll auf meine Kappe. Schnappt euch also einen Snack und macht eure Fragen bereit. Stellt sie in den Kommentaren und lasst mich wissen, wenn ich etwas vergessen habe 🍿
TL;DR
-
Sonos Beam Ultra ist eine 7.1.2-Dolby-Atmos-Soundbar mit zwei eigenen, nach oben gerichteten Treibern für Fernseher bis 65 Zoll.
-
699 USD (699 € / 699 £ / 1.099 $AUD / 1.299$ NZD). Vorbestellungen sind möglich; die Auslieferung startet am 29. September 2026 in Mattschwarz oder Weiß.
-
Neu im Vergleich zur Beam (Gen 2): Echte, physische Höhenkanäle, KI-Sprachverbesserung (vier Stufen), Bluetooth 5.3, schnelles Trueplay auf Android, Wi-Fi 6, tragbare Surround-Lautsprecher mit Sonos Play oder Move 2.
-
Die Beam (Gen 2) bleibt für 499 $ weiterhin im Sortiment.

Beam Ultra vs. Beam (Gen 2) vs. Arc
Die Frage, die mir diese Woche am häufigsten begegnet ist: Wie schlägt sich das neue Modell im Vergleich zum Rest unserer Produktpalette, wie der Beam (Gen 2) und der Arc? Hier ist eine Übersicht, die die wichtigsten Grundlagen beantwortet.
| Ausstattung / Merkmal | Beam (Gen 2) | Beam Ultra | Arc (Original) |
| Preis | 499 $ | 699 $ | 899 $ (Ursprüngliche UVP) |
| Gehäusebreite | 651 mm | 750 mm | 1.142 mm |
| Kanäle | 5.0 (virtuelle Höhe) | 7.1.2 (physische Höhenkanäle) | 5.0.2 (physische Höhenkanäle) |
| Deckenlautsprecher | Keine | 2x Eigene (mit Schalldämpfung/Horn) | 2x Eigene |
| KI-Sprachverbesserung | ❌ (nur Standard) | ✅ (KI-Modell auf dem Gerät) | ❌ (nur Standard) |
| Bluetooth-Audio | ❌ (nur WLAN / AirPlay) | ✅ Bluetooth 5.3 | ❌ (nur WLAN / AirPlay) |
| Trueplay-Einmessung | Erweitert (nur iOS) | Schnell (iOS & Android) + Erweitert (iOS) | Erweitert (nur iOS) |
| Kompatibel mit Mobil-Surrounds | ✅ | ✅ | ✅ |
*Die UVP der Arc dient zum Vergleich. Wir verkaufen die ursprüngliche Arc nicht mehr direkt, der Handel bietet jedoch oft Rabatte an.
Spezifikationen erzählen natürlich nicht die ganze Geschichte. Lohnt sich das Upgrade?
-
Wenn ihr eine Beam (Gen 2) habt: Das ist das perfekte Upgrade, falls euch virtuelle Höheneffekte nie ganz überzeugt haben. Ihr bekommt echte, nach oben gerichtete Treiber, Bluetooth 5.3, KI-gestützte Dialogverstärkung und schnelle Einmessung für Android. Meiner Erfahrung nach ist der Klangunterschied spürbar – selbst bei Inhalten ohne Dolby Atmos.
-
Wenn ihr eine Arc habt: Die ursprüngliche Arc bleibt ein Kraftpaket mit breiterem Klangfeld für große Räume und Fernseher ab 65 Zoll. Die Beam Ultra erreicht zwar nicht deren schiere Leistung, bringt aber moderne Funktionen mit, die der Arc fehlen (Bluetooth, KI-Sprachverbesserung, Android-Einmessung). Wer mit seiner Arc im Wohnzimmer zufrieden ist, bleibt dabei. Wer genau diese neuen Funktionen sucht oder einen neuen Raum ausstattet, greift zur Beam Ultra.
-
Großer Raum, großer TV (65"+) und passendes Budget? Dann heißt die Antwort Arc Ultra: 9.1.4-Sound, 14 Treiber, inklusive KI-Sprachverstärkung und Bluetooth 5.3.
Anschlüsse & Bedienung
-
HDMI eARC/ARC-Anschluss: Das beiliegende Kabel ist 1,5 m lang. Der optische Anschluss ist über den separat erhältlichen Sonos-Adapter möglich. (Mein Tipp: Wer den optischen Adapter nutzt, schöpft das Potenzial der Beam Ultra nicht aus. Da spart die Beam (Gen 2) Geld bei vergleichbarem Ergebnis.)
-
USB-C: Für den Klinken-Eingangsadapter (3,5 mm analog) oder den Kombi-Adapter (Klinke + Ethernet), beide separat erhältlich. Der Anschluss liefert auch 7,5 W (5 V / 1,5 A) zum Laden von Smartphone oder Kopfhörern. Direktes Audio vom Laptop per USB-C-Kabel wird nicht unterstützt.
-
Sonos Voice, inklusive der neuen Sonos 27voice: Dazu gibt es später noch einen eigenen Deep-Dive für euch.
-
Wi-Fi 6: 802.11a/b/g/n/ac/ax, 2,4 GHz / 5 GHz.
-
Bluetooth 5.3: Kopplung per Langdruck auf die Bluetooth-Taste oder in der App unter Einstellungen → (Beam Ultra) → Bluetooth → Neues Gerät koppeln.
-
AirPlay 2: Auf iOS-Geräten ab Version 11.4.
-
TV-Audio-Wechsel: Überträgt den TV-Ton auf Sonos-Kopfhörer – auf bis zu zwei Paar gleichzeitig. Dazu folgt bald ein eigener Beitrag.
-
Kapazitive Touch-Bedienelemente: An der Oberseite für Wiedergabe/Pause, Titel überspringen, Lautstärkeregler, Mikrofon an/aus und Halten zum Gruppieren.
Die neun Treiber
Unter der Haube treibt ein Quad-Core-Prozessor (A55 mit 1,9 GHz) neun speziell entwickelte Schallwandler an, jeweils mit eigenem Class-D-Verstärker:
- 1x Nach vorne gerichteter Mittel-Hochtöner: Kümmert sich um das Center-Klangbild.
- 2x Seitlich gerichtete Hoch-Mitteltöner mit Horn-Geometrie: Lenken den Schall für eine breite Stereo-Bühne nach außen.
- 2x Nach oben gerichtete Hochtöner mit Horn-Geometrie: Sorgen für echte, physische Höhenkanäle bei Dolby Atmos.
- 4x Flache Tieftöner: Übernehmen die tiefen Mitten und Bässe.
7.1.2 bedeutet: Sieben Kanäle auf Ohrhöhe, ein Basskanal und zwei Höhenkanäle... zehn Kanäle verteilt auf neun Treiber – der DSP leistet hier zusammen mit der Hardware echte Schwerstarbeit.
Um mehr über die Entwicklung unserer maßgeschneiderten Schallwandler zu erfahren, habe ich Kylie Muntean aus unserem Produktteam gefragt. Hier ist, was sie erzählt hat:
„Bei der Entwicklung bestand die Herausforderung für die Beam Ultra darin, ein flacheres Profil als die bisherige Beam zu bekommen. Um das zu erreichen und gleichzeitig die Bassleistung zu steigern, mussten wir einen technisch sehr anspruchsvollen Tieftöner mit eher rechteckiger Form entwickeln, der mehr Hub ermöglicht als der ursprüngliche Woofer der Beam. Es hat lange gedauert, bis wir das perfekt abgestimmt hatten, aber das Endergebnis bietet einen fantastischen Bass mit minimaler Verzerrung, eine bessere räumliche Abstrahlung über die Tieftöner in den mittleren Frequenzen und genau das gewünschte schlanke Gehäusedesign.“
— Kylie Muntean, Lead Audio Systems Engineer
Besonders hervorzuheben ist die gerichtete Horn-Geometrie der seitlichen und nach oben gerichteten Treiber. Ein Horn ist ein passives Element zur Impedanzanpassung. Wir tauschen hier Gehäusetiefe gegen eine präzise Steuerung der Richtwirkung. Es richtet einen Strahl – oder Beam (Wortspiel unbeabsichtigt 😉) – so exakt auf die Decke aus, dass die Reflexion genau dort landet, wo der Atmos-Mix sie haben möchte. Ein größeres Gehäuse würde das über schieres Volumen lösen – diese Soundbar schafft es durch ausgeklügelte Geometrie 🤓.
Als jemand, der sich leidenschaftlich für das Potenzial von Spatial Audio begeistert – besonders bei Musik –, ist das für mich ein echtes Highlight.
Echter Sound von oben
Die Deckenreflexion über die eigenen, nach oben gerichteten Lautsprecher ist eine der größten Verbesserungen. Wer die Lobby-Schießerei aus Matrix startet, hört die Patronenhülsen gefühlt wirklich von oberhalb des Fernsehers auf den Steinboden prasseln. Das Gleiche gilt für das Autorennen in Ready Player One: Wenn King Kong zwischen den Wolkenkratzern hindurchsprintet, wandert der Ton perfekt über die Köpfe hinweg. Oder wie Neo sagen würde: Whoa 🤯.
Überkopf-Soundmodus
Steht eure Soundbar in einem TV-Möbel mit weniger als 10 cm Freiraum nach oben? Kein Problem. Physische Deckenlautsprecher funktionieren nur, wenn Luft darüber ist. Steht die Beam Ultra im Regal oder direkt unter einer tiefen TV-Kante, kann die Deckenreflexion nicht entweichen.
Dafür gibt es eine Einstellung: Unter Einstellungen → (Beam Ultra) → Höhen-Audio → Überkopf-Soundmodus lässt sich auf "Simuliert" umstellen. Das optimiert den Klang für verdeckte Oberseiten. Wenn ihr jedoch den Platz habt: Gebt ihr Raum zum Atmen!
Surround-Sound für unterwegs
Mit der Software-Version Sonos 27 könnt ihr zwei gleiche Sonos Plays oder zwei Move 2 als temporäre hintere Surround-Lautsprecher nutzen. Die Lautsprecher erkennen ihre Position und senden hochfrequente, nahezu unhörbare Ultraschall-Impulse aus. Das Mikrofon-Array der Beam Ultra fängt diese auf, berechnet den Standort und weist innerhalb von etwa acht Sekunden die Kanäle für Hinten-Links und Hinten-Rechts zu. Wie ein kleines Außenteam, das sich in euer Wohnzimmer beamt und seine Koordinaten durchgibt.
Wichtig zu wissen:
-
Beide Lautsprecher müssen baugleich sein (zwei Plays oder zwei Move 2).
-
Sie arbeiten ausschließlich als hintere Surround-Kanäle.
-
Eure Haupt-Soundbar muss eine Beam (Gen 2), Beam Ultra, Arc oder Arc Ultra mit aktivem Mikrofon sein.
-
Während der Kopplung sind Bluetooth, Klinkeneingang, AirPlay und die direkte Steuerung an diesen Lautsprechern deaktiviert.
KI-gestützte Sprachverbesserung
Dank des überarbeiteten Center-Kanals bietet die App vier Stufen zur Auswahl. Statt einer starren Equalizer-Kurve erkennt die KI menschliche Stimmen und hebt sie gezielt gegenüber dem Rest des Signals an. An alle unsere Nutzer mit Höreinschränkungen: Das ist für euch 🫶.
Im Alltag hat sich für mich die Stufe "Mittel" bewährt. Dialoge rücken deutlich nach vorne, ohne dass der Hintergrundsound matschig wird.
Hinweis: Die Sprachverbesserung ist ein reines TV-Feature. Sie wirkt nur beim Ton über HDMI oder optischen Eingang – nicht bei Musik-Streams über WLAN, AirPlay oder Bluetooth.
Ehrliche Einschränkungen, die ihr kennen solltet
-
Kein HDMI-Durchschleifen: Nur ein einziger HDMI-eARC-Anschluss. Zuspieler müssen direkt an den TV angeschlossen werden.
-
Neue Wandhalterung nötig: Die Beam Ultra unterscheidet sich in den Maßen von Beam und Arc. Ältere Halterungen passen nicht und bergen ein Sturzrisiko.
-
Kein optischer Adapter im Lieferumfang: Um Elektromüll zu vermeiden, liegt er nicht bei und muss bei Bedarf separat gekauft werden.
-
Kein DTS:X: DTS Digital Surround wird unterstützt, das objektbasierte DTS:X hingegen nicht.
-
Erweitertes Trueplay nur für iOS: Die Schnelleinmessung (über die Mikrofone der Soundbar) läuft auf iOS und Android, das erweiterte Einmessen durch den Raum bleibt iOS/iPadOS vorbehalten.
-
Seriennummer und PIN versteckt: Beide sind etwas schwer zugänglich angebracht – glücklicherweise braucht man sie nur selten.
Spannende Details ⬇️
-
Das Materialdesign überzeugt: Es wirkt hochwertig und robust, fasst sich aber gleichzeitig angenehm an.
-
Nachhaltigkeit: Die Beam Ultra besteht zu 24 % aus recycelten Materialien. Die Verpackung ist komplett plastikfrei und zu 96 % aus erneuerbaren Stoffen.
-
Stromverbrauch: Im Standby verbraucht die Beam Ultra 25 % weniger Energie als die Beam (Gen 2).
-
Das Mikrofon-Array ist ein echtes Multitalent: Es steuert die Sprachbefehle, misst per Trueplay den Raum ein und empfängt die Ultraschallsignale der Surround-Lautsprecher. Wird der Mikrofon-Schalter ausgeschaltet, deaktivieren sich alle drei Funktionen.
Ich weiß, das ist eine riesige Informationsflut! Lasst mich in den Kommentaren wissen, was ihr denkt, oder stellt eure Fragen. Ich bin da, um Antworten zu liefern.
Lebe lang und bestelle jetzt vor 🖖
