Skip to main content
Frage

Massive Verbindungsabbrüche und Fehler in komplexem Sonos-Setup (Fritz!Box AVM Mesh / Boost) – Brauche Hilfe!


Forum|alt.badge.img+1
Hallo liebe Sonos-Community,
 
ich wende mich heute etwas verzweifelt an euch, da mein Sonos-System seit Tagen massive Probleme macht und ich mit meinem Latein und den Nerven leider am Ende bin...  Ich hoffe sehr, dass hier jemand einen entscheidenden Tipp für mich hat!
 
Das Problem
 
Plötzlicher Ausfall: Das Setup lief bis zum letzten Wochenende einwandfrei – ohne dass wissentlich Änderungen am Netzwerk oder Setup vorgenommen wurden.
 
Ständige Abbrüche: Lautsprecher brechen mitten in der Wiedergabe ab oder bleiben komplett stumm.
 
App-Fehler: In der Sonos-App werden Lautsprecher oft als „nicht verbunden“ angezeigt, obwohl sie teilweise weiterspielen.
 
Fehlermeldungen: Häufig erscheint die Meldung (Sonos App), dass Inhalte nicht wiedergegeben werden können.
 
Mein Netzwerk- & Sonos-Aufbau
 
Netzwerk:
 
Router (UG): Fritz!Box 7690 (Mesh-Master)
 
Access Points (OG): 1x Fritz!Box 7690 & 1x Fritz!Box 7590 (beide per LAN als AP eingebunden)
 
Switches: An den APs hängt jeweils ein (unmanaged) Switch.
 
Repeater: 1x AVM Fritz!Repeater im Netzwerk vorhanden.
 
Sonos-Komponenten:
 
Per LAN-Kabel verbunden:
 
2x Sonos Boost (an den Switches)
 
1x Sonos Beam
 
4x Ikea Symfonisk
 
2x Sonos One
 
Rein per WLAN / SonosNet (ohne LAN):
 
Weitere Symfonisk, Sonos One, Play:1 und Era 100 (insgesamt ca. 30 Geräte)
 
Was ich bisher ohne Erfolg versucht habe:
 
Neustarts in korrekter Reihenfolge: Router neugestartet, danach alle Sonos-Geräte schrittweise hochgefahren (zuerst die Boosts, dann verkabelte Geräte, dann die router-nahen und zuletzt die restlichen WLAN-Lautsprecher).
 
Kanal-Anpassungen (Fritz!Box):
 
2,4 GHz fest auf Kanal 1 (und versuchsweise auf Kanal 11) fixiert.
 
SonosNet jeweils auf den dazu entgegengesetzten Kanal gestellt (Kanal 6 bzw. 11/1).
 
5 GHz steht auf Autokanal.
 
Fritz!Box Einstellungen:
 
„WLAN-Koexistenz aktiv“ deaktiviert.
 
„Intelligente Vernetzung“ deaktiviert.
 
Setup-Varianten:
 
Fritz!Repeater komplett vom Strom getrennt.
 
Nur die Boosts per LAN verbunden (andere Lautsprecher wieder ohne LAN).
 
Wieder mehrere Lautsprecher per LAN angeschlossen (mit versuchsweise deaktiviertem WLAN an diesen Geräten).
 
Kompletter Versuch, vom SonosNet auf das reine AVM-WLAN umzusteigen (funktionierte leider noch schlechter).
 
Meine Fragen an euch:
 
Verkabelung & WLAN-Deaktivierung: Ist es bei baulichen Gegebenheiten wie dicken Mauern sinnvoll, mehrere Lautsprecher per LAN-Kabel anzuschließen oder besser nur einen (bzw. einen oder beide Boosts?)? Sollte dann bei diesen per LAN verbundenen Lautsprechern das WLAN/SonosNet komplett in den Einstellungen zu deaktivieren? Oder bringt das die Mesh-Verteilung von Sonos durcheinander?
 
Ursachenforschung: Hat jemand eine Idee, wo hier plötzlich der Wurm drin sein könnte oder ob ein einfaches Firmware-Update etwas zerschossen haben kann? Liegt es evtl. an der Kombination aus zwei Boosts, den unmanaged Switches (Stichwort STP / Spanning Tree Protocol bei mehreren LAN-Verbindungen) oder dem AVM-Mesh?
 
Ich wäre extrem dankbar für jeden Ratschlag, der mein System wieder stabilisiert. Ich möchte mich eigentlich nur ungern vom Traum eines funktionierenden Sonos-Systems verabschieden...
 
Vielen Dank im Voraus für eure Unterstützung!

18 Antworten

Hedy L.
  • October 22, 2026

​@Makki0805, danke für die detaillierte Übersicht. 🙂

Sie sollten mit dem Support telefonieren, der über entsprechendes Diagnosewerkzeug verfügt bzw. sich bei Bedarf per Fernwartung aufschalten kann. Bei 30 Komponenten und diesem Netzwerkaufbau ist das Forum überfordert.

https://support.sonos.com/de-de/contact


Ich würde mal versuchen, einen Lautsprecher per LAN mit dem Mesh-Master zu verbinden. Zusätzlich würde ich testweise den AVM Fritz!Repeater aus dem Netzwerk nehmen. Ich habe auch ziemlich viele Lautsprecher eingebunden und hatte vor Jahren mehrmals das Problem, dass die Repeater Schwierigkeiten gemacht haben. 


Forum|alt.badge.img+1
  • Autor
  • Auffällig
  • October 23, 2026

Hallo Hamburger,

vielen herzlichen Dank für deinen Tipp und dass du deine Erfahrungen teilst! 😊 Das werde ich auf jeden Fall ausprobieren – vielleicht mit einem eigentlich schon „ausrangierten“ Play:1, der dann hoffentlich als WLAN-Verstärker gute Dienste leisten kann.

Den FRITZ!Repeater hatte ich tatsächlich schon testweise vom Strom genommen und auch aus dem Mesh entfernt. Leider hat das keinerlei Verbesserung gebracht, dafür aber für einigen Unmut bei meinen menschlichen und digitalen Mitbewohnern gesorgt. 😅 Inzwischen ist er deshalb wieder installiert und auf 50 % eingestellt. Ich hoffe, dass er sich damit künftig etwas zurückhält und die Sonos-Lautsprecher möglichst wenig stört.

Deine Erfahrungen machen mir jedenfalls Mut, weiter nach der Ursache zu suchen. Nochmals vielen Dank für den hilfreichen Hinweis und deine Unterstützung! 👍


Hedy L.
  • October 23, 2026

vielen herzlichen Dank für deinen Tipp und dass du deine Erfahrungen teilst! 😊 Das werde ich auf jeden Fall ausprobieren – vielleicht mit einem eigentlich schon „ausrangierten“ Play:1, der dann hoffentlich als WLAN-Verstärker gute Dienste leisten kann.

 

Sie haben zwei Boosts. Sie können zwar weitere Sonoskomponenten verkabeln (das System bestimmt in dem Fall die sog. Root Bridge), aber als “WLAN-Verstärker” kann keine Sonoskomponente arbeiten.

 

Den FRITZ!Repeater hatte ich tatsächlich schon testweise vom Strom genommen und auch aus dem Mesh entfernt. Leider hat das keinerlei Verbesserung gebracht, dafür aber für einigen Unmut bei meinen menschlichen und digitalen Mitbewohnern gesorgt. 😅 Inzwischen ist er deshalb wieder installiert und auf 50 % eingestellt. Ich hoffe, dass er sich damit künftig etwas zurückhält und die Sonos-Lautsprecher möglichst wenig stört.

 

Sonos verträgt sich seit FritzOS 7.21 mit Fritzrepeatern, wenn sich diese im Mesh mit einer Fritzbox befinden. Bitte telefonieren Sie mit dem Support, zielloses Herumprobieren macht es u. U. nur schlimmer.


Forum|alt.badge.img+1
  • Autor
  • Auffällig
  • October 23, 2026

Hallo Hedy L.,

vielen Dank für Ihre Rückmeldung und die Hinweise! 😊

Sicher habe ich mich etwas missverständlich ausgedrückt: Mir ist schon bewusst, dass Sonos-Komponenten nicht als WLAN-Verstärker fungieren können. Ich hatte mich lediglich auf die von Sonos selbst empfohlene Vorgehensweise bei der Nutzung von Sonos in Ethernet-Netzwerken bezogen. Dort wird empfohlen, möglichst viele Sonos-Produkte mit dem Heimnetzwerk zu verkabeln, um den WLAN-Datenverkehr zu reduzieren. Daher dachte ich, dass es einen Versuch wert sein könnte, die Verkabelung entsprechend anzupassen und zu schauen, ob sich dadurch etwas verbessert.

Ihren Hinweis, nicht ziellos herumzuprobieren, nehme ich mir natürlich zu Herzen. Sollte ich mit diesem Ansatz nicht weiterkommen, werde ich mich selbstverständlich an den Sonos-Support wenden.

Vielen Dank nochmals für Ihre Einschätzung und Ihre Hilfe!

Ich wünsche Ihnen ein schönes Wochenende und sende freundliche Grüße! 😊


Hedy L.
  • October 23, 2026

​@Makki0805, es kommt noch dazu, dass Sie durch den Era100 und eventuell weitere neuere Komponenten, die nicht mehr Sonos-fähig sind, einen SonosNet-/WLAN-Mischbetrieb aufrechterhalten müssen, der dazu führen kann, dass Komponenten zwischen SonosNet und Router-WLAN hin und her springen.

Ich würde Ihnen eher dazu raten, versuchsweise die beiden Boosts abzuhängen, auf WLAN-Betrieb umzustellen, zu verkabeln, was Sie verkabeln können und bei den verkabelten Komponenten das SonosNet zu deaktivieren.

https://support.sonos.com/de-de/article/in-app-sonosnet-setting-how-to

 

Hoffentlich verfluchen Sie mich danach nicht. 😳


Forum|alt.badge.img+1
  • Autor
  • Auffällig
  • October 24, 2026

Nein, keine Sorge, ich werde Sie bestimmt nicht verfluchen!😉 Ich habe Ihre empfohlene Vorgehensweise nämlich tatsächlich erst vor wenigen Tagen ausprobiert, bin dabei allerdings grandios gescheitert: Durch den WLAN-Betrieb ist zeitweise das gesamte System aus der App verschwunden, und selbst Lautsprecher, die vorher immer zuverlässig funktioniert hatten, blieben plötzlich stumm. Ich habe deshalb vorsichtshalber schon einmal mich selbst verflucht... 😅

Ich fürchte, das eigentliche Problem liegt darin, dass trotz zweier Access Points einige Räume mehr oder weniger vom WLAN abgeschnitten sind; das bestätigen leider auch objektive Messungen. Deshalb scheint es mir tatsächlich sinnvoller, auf den (reinen) WLAN-Betrieb zu verzichten und weiterhin auf das SonosNet zu vertrauen.

Was sich mir allerdings noch nicht ganz erschließt, ist die Frage, ob ich bei den per LAN angeschlossenen Lautsprechern das WLAN aktiviert lassen oder besser deaktivieren sollte. Vielleicht haben Sie dazu noch einen Tipp für mich? Die Internetrecherchen dazu fallen leider ziemlich widersprüchlich aus...

Vielen Dank jedenfalls für Ihre Unterstützung und dafür, dass Sie sich die Zeit nehmen, mir weiterzuhelfen! Ich werde mich wohl noch ein wenig durch meine WLAN-Infrastruktur kämpfen müssen... 😅


Hedy L.

Nein, keine Sorge, ich werde Sie bestimmt nicht verfluchen!😉 Ich habe Ihre empfohlene Vorgehensweise nämlich tatsächlich erst vor wenigen Tagen ausprobiert, bin dabei allerdings grandios gescheitert: Durch den WLAN-Betrieb ist zeitweise das gesamte System aus der App verschwunden, und selbst Lautsprecher, die vorher immer zuverlässig funktioniert hatten, blieben plötzlich stumm. Ich habe deshalb vorsichtshalber schon einmal mich selbst verflucht... 😅

 

Das hatte ich befürchtet.

 

Was sich mir allerdings noch nicht ganz erschließt, ist die Frage, ob ich bei den per LAN angeschlossenen Lautsprechern das WLAN aktiviert lassen oder besser deaktivieren sollte. Vielleicht haben Sie dazu noch einen Tipp für mich? Die Internetrecherchen dazu fallen leider ziemlich widersprüchlich aus...

 

Aktiviert lassen. Das SonosNet ist ein MeshNet, deren Mitglieder über ihr WLAN-Modul mit der sog. Root Bridge und untereinander kommunizieren. Wenn bei einer verkabelten Komponente das WLAN-Modul deaktiviert wird, fällt diese als Meshknoten aus. Was auch zu Instabilität führen kann.

Haben Sie schon versucht, die beiden Boosts wegzulassen und nur andere Sonoskomponenten zu verkabeln? Jede SonosNet-fähige Komponente kann als Root Bridge fungieren und das SonosNet bereitstellen. Danach bitte das gesamte Sonossystem neu starten.

(Da ein Boost nichts anderes kann, als das SonosNet aufzubauen, sieht sich jeder womöglich als “Chef im Ring”. Ich hatte vor Jahren ein ähnliches Problem.)

 

Der Support kann sich einen Überblick über Ihr System und die Netzwerktopologie verschaffen und somit gezielter vorgehen. Das kostet Zeit, vielleicht Stunden, sonst jedoch nichts.


Hedy L.

Nachtrag: Wenn Sie eine Soundbar mit Sub und Surrounds besitzen, dann bitte weder Sub noch Rücklautsprecher verkabeln! Oder wenn doch, dann muss auch die Soundbar verkabelt werden.


Forum|alt.badge.img+1
  • Autor
  • Auffällig
  • October 25, 2026

Vielen herzlichen Dank für den Tipp! 😊

Ihren Vorschlag mit den Boosts werde ich in den nächsten Tagen auf jeden Fall ausprobieren. Da inzwischen mehrere Sonos-Komponenten per LAN angeschlossen sind – übrigens auch die Soundbar –, sind die beiden Boosts vermutlich ohnehin überflüssig.

Erfreulicherweise laufen die verkabelten Lautsprecher bisher ziemlich stabil. Nur die kabellosen Sonos, die am weitesten vom Router entfernt stehen, steigen natürlich immer wieder aus. Die App meldet dann folgerichtig, dass die Inhalte nicht wiedergegeben werden können.

Allerdings könnte ein erneuter Neustart des gesamten Systems heute meine häusliche Wohnsituation ernsthaft gefährden 😂🙈. Ich verschiebe das Experiment daher lieber auf einen günstigeren Zeitpunkt!

Nochmals vielen Dank für Ihre Hilfe und Ihre Geduld! 😊


Superschlumpf

…
Da inzwischen mehrere Sonos-Komponenten per LAN angeschlossen sind – übrigens auch die Soundbar –, sind die beiden Boosts vermutlich ohnehin überflüssig.

Erfreulicherweise laufen die verkabelten Lautsprecher bisher ziemlich stabil. Nur die kabellosen Sonos, die am weitesten vom Router entfernt stehen, steigen natürlich immer wieder aus. Die App meldet dann folgerichtig, dass die Inhalte nicht wiedergegeben werden können.

…

Hallo ​@Makki0805 

Nur zwei Anmerkungen dazu:

  1. Ein Sonos Boost kann keineswegs ausschließlich als Rootbridge verwendet werden. Wenn er im System eingerichtet ist, aber nicht per Lankabel angeschlossen ist, dann funktioniert er als wireless Bridge innerhalb des SonosNet und kann als Brücke für die kabellose Übertragung zwischen anderen SonosNet Geräten dienen. Wenn also eines der nur wireless betriebenen SonosNet Geräte relativ weit vom nächstgelegenen SonosNet Gerät platziert ist, dann kann der wireless Boost dazwischen irgendwo an einer Steckdose platziert und als Brücke verwendet werden. Man kann damit also prima „blinde Flecken“ im kabellosen SonosNet kompensieren. 
    Ob es problematisch ist, zwei Boost per Lankabel anzuschließen, habe ich noch nie getestet. Würde es aber vorsichtshalber vermeiden. Falls ein anderes Gerät wie z. B. die Soundbar bereits per Lankabel am Router hängt, dann könnte man bei Bedarf auch beide Boost als wireless Bridge nutzen. 
     
  2. Bzgl. der wireless angebundenen Lautsprecher, die SonosNet können, unterliegst du anscheinend einem Missverständnis. Die Entfernung zum Router ist dabei vollkommen egal, da diese Geräte untereinander im SonoNet Mesh funken. Nur wenn ein wie bei dir durch den Era100 erforderlicher Mischbetrieb mit Router Wlan erforderlich ist, könnte es sein, dass ein im SonosNet schlecht erreichbarer Lautsprecher auf das Router Wlan ausweichen will. Deswegen wäre dort dann ggf. eher gut, das SonosNet an der Stelle (mit wireless Boost oder Kanalwechsel des SonosNet) zu optimieren. Entfernen kannst du das Router Wlan aus dem System nicht, weil der Era100 darauf angewiesen ist. Und nur einzelnen Geräten kann man es in dem Fall leider nicht zuweisen. Evtl. wäre es hilfreich, dem AP, der den Era100 versorgt, eine eigene SSID zu geben statt einer systemweiten. Dem Sonossystem würde man dann lediglich die SSID des für den Era100 benötigten AP geben. 

Ansonsten wurde meine ich noch nicht gefragt, ob die verwendeten Ethernet Switches igmp snooping / igmp v3 beherrschen. Das wäre essenziell wichtig!

Wenn alles nicht hilft und das Router Wlan nur für Ärger sorgt, dann könnte man noch versuchen, den Era100 rein kabelgebunden per Lan (mit dem erforderlichen Sonos Adapter) zu betreiben, falls eine Lanbuchse in der Nähe ist. 
 

Grüße

Ralf


Hedy L.
  • October 25, 2026

Erfreulicherweise laufen die verkabelten Lautsprecher bisher ziemlich stabil. Nur die kabellosen Sonos, die am weitesten vom Router entfernt stehen, steigen natürlich immer wieder aus. Die App meldet dann folgerichtig, dass die Inhalte nicht wiedergegeben werden können.

 

Das hat nichts mit dem Router zu tun. Die verkabelte Sonoskomponente ist mit der Hue Bridge vergleichbar; diese stellt ein Zigbee-Signal bereit, während das SonosNet ein eigener, proprietärer, Funkstandard ist. Das bedeutet, dass das SonosNet mit dem Router-WLAN nichts zu schaffen hat.

Bedeutet, dass man im Normalfall dem Sonossystem SSID und Kennwort des Routers nicht bekanntzugeben braucht und auch nicht sollte. Da Sie jedoch auch Era100 und eventuell noch weitere Produkte der neuesten Generation besitzen (die nicht mehr SonosNet-fähig sind), müssen Sie neben dem SonosNet auch das Router-WLAN bereitstellen.

 

Da beide Funkstandards sind, können sich SonosNet und Router-WLAN natürlich in die Quere kommen. Wenn sich daran nichts geändert hat, lädt sich bei einem Neustart zuerst das SonosNet, danach das WLAN. Heißt, bitte nach dem Neustart des Systems unbedingt ungefähr 10 Minuten warten, damit jedes Gerät auch wirklich einsatzbereit ist, bevor ein Radiosender, ein Musikdienst usw. gestartet wird.

 

Nur die kabellosen Sonos, die am weitesten vom Router entfernt stehen, steigen natürlich immer wieder aus.

 

Wie gesagt hat das nichts mit dem Router zu tun. Im SonosNet sind die Komponenten miteinander vernetzt. Es kann sein, dass Komponenten zu weit auseinanderstehen und das Signal des SonosNets daher zu schwach ist; tote Funkwinkel kämen auch in Betracht.

In dem Fall kommt es zu Aussetzern/Ausfällen oder/und die betroffenen Komponenten verbinden sich mit dem Router-WLAN bzw. versuchen es zumindest. Komponenten zu verrücken oder neu zu platzieren, hilft hierbei unter Umständen.

Sie können versuchen, die beiden Boosts strategisch so zu platzieren, dass sie eine größere Distanz zwischen zwei Komponenten überbrücken helfen. Dafür brauchen sie nicht verkabelt zu werden (ich weiß allerdings nicht, ob das noch funktioniert, einen experimentellen Versuch ist es allemal wert).

------------------------------------------------------------------------------------------

Netzwerkswitche und dergleichen besprechen wir erst im Anschluss, sonst wird es zu viel, auch für mich. Da meine Anmerkungen sozusagen von einer Blinden kommen, die Ihr Sonossystem nicht sehen kann und auch keine rechte Vorstellung Ihres Netzwerkaufbaus hat, ist ein schrittweises Vorgehen unerlässlich. Sonst verfluchen Sie mich am Ende doch.

 

Nachtrag: Wenn es sich um ein mehrstöckiges Haus handelt, verkabeln Sie bitte in jeder Etage mindestens eine Komponente wenn irgendmöglich.


Forum|alt.badge.img+1
  • Autor
  • Auffällig
  • October 25, 2026

Hallo ​@Superschlumpf,

erstmal ganz vielen Dank für deine ausführliche Antwort und die vielen wertvollen Denkanstöße! 😊 Je länger ich mich mit der ganzen Sache beschäftige, desto mehr komme ich zu dem Schluss, dass ich vielleicht gar nicht so enttäuscht sein sollte, dass mein Sonos-System gerade so viele Probleme macht. Eigentlich sollte ich mich wohl eher freuen – und mich ein bisschen wundern –, dass es so viele Jahre lang weitgehend problemlos funktioniert hat! 😉

Deine Hinweise sind jedenfalls sehr hilfreich, weil sie mir noch einmal ein paar neue Möglichkeiten aufzeigen.

Die Sache mit den Boosts war mir tatsächlich neu! Ich hatte sie bisher offenbar zu sehr auf ihre Funktion als kabelgebundene Rootbridge reduziert. Dass sie auch kabellos als Bridges innerhalb des SonosNet eingesetzt werden können, eröffnet mir hoffentlich neue Möglichkeiten. Ich werde deshalb als nächsten Schritt beide Boosts vom LAN trennen und versuchen, sie möglichst “sinnvoll” in der Nähe meiner „Problem-Lautsprecher“ zu platzieren. Mal sehen, ob sich dadurch schon eine Verbesserung erzielen lässt.

Auch bei deinem zweiten Punkt muss ich dir recht geben: Ich denke vermutlich tatsächlich noch zu sehr in den Kategorien des FRITZ!Box Mesh... Die beiden Era 100, die als Surround-Speaker mit meiner Sonos Beam verbunden sind, könnte ich grundsätzlich auch per LAN anschließen. (Einen Sonos Adapter habe ich bereits, einen zweiten müsste ich noch anschaffen.) Wenn ich dadurch das Router-WLAN tatsächlich vollständig aus dem Sonos-System entfernen könnte, wäre das durchaus eine Option, über die ich nachdenken werde.

Eine separate SSID für den betreffenden Access Point würde ich dagegen lieber vermeiden, weil ich die automatische Übernahme der Einstellungen von der Master-FRITZ!Box gerne beibehalten möchte. Die verschiedenen Kanal-Kombinationen habe ich sowohl im Router-WLAN als auch im SonosNet bereits durchprobiert – leider ohne erkennbare Verbesserung.

Besonders spannend finde ich aber deinen Hinweis auf IGMP Snooping! Einen Switch konnte ich inzwischen bereits aus der Konfiguration entfernen, indem ich alle Speaker an den TP-Link TL-SG116 angeschlossen habe. Dieser unterstützt laut Hersteller IGMP Snooping, offenbar allerdings kein IGMPv3.

Der zweite Switch sitzt auf dem Dachboden und wurde vor einigen Jahren von unserem Elektriker installiert. Ich bin eben noch einmal hochgeklettert, um nachzusehen: Es ist ein Netgear GS308v3, der tatsächlich kein IGMP Snooping unterstützt.

Wäre es aus deiner Sicht einen Versuch wert, diesen Switch gegen ein geeignetes Modell mit IGMP-Snooping-Unterstützung auszutauschen? Oder würdest du zunächst die beiden Boosts anders positionieren und schauen, ob sich dadurch etwas verändert, bevor ich an die Netzwerkinfrastruktur gehe?

Nochmals ganz herzlichen Dank für deine Mühe und deine Unterstützung! 


Forum|alt.badge.img+1
  • Autor
  • Auffällig
  • October 25, 2026

Guten Abend ​@Hedy L.,

vielen Dank für Ihre Einschätzung und die hilfreichen Anregungen! 😊

Vielleicht habe ich mich bei der Fehlersuche tatsächlich etwas zu sehr auf die FRITZ!Box und deren Mesh-Funktionalität konzentriert... Ihren Hinweis, auch die Funkverbindungen innerhalb des SonosNet genauer unter die Lupe zu nehmen, werde ich deshalb gerne aufgreifen.

Ich werde zunächst versuchen, durch eine andere Platzierung der Boosts die Verbindung zu den betroffenen Lautsprechern zu verbessern. Außerdem werde ich den Boost im Erdgeschoss durch einen Play:1 ersetzen und diesen per LAN anschließen. Damit wäre dann tatsächlich auf jeder Etage mindestens ein Sonos-Lautsprecher kabelgebunden mit dem Netzwerk verbunden. Mal sehen, ob sich dadurch etwas verändert.

Auch Ihren Tipp, nach einem Neustart erst einmal etwa zehn Minuten abzuwarten, bevor ich die Wiedergabe starte, werde ich berücksichtigen.

Mir ist natürlich klar, dass es nicht einfach ist, aus der Ferne nach der Ursache zu suchen, wenn man weder die räumlichen Gegebenheiten noch den genauen Netzwerkaufbau kennt. Deshalb finde ich es umso schöner, dass Sie sich trotzdem Gedanken machen und Ihre Ideen mit mir teilen. Manchmal kommt man gemeinsam eben doch auf Ansätze, an die man selbst gar nicht gedacht hat. 🙂

Vielen Dank für Ihre Unterstützung!


Superschlumpf

​@Makki0805 

Danke ebenfalls für deine ausführliche und nochmal hilfreiche Antwort. 
Denn ein wesentlicher Punkt war mir nicht klar… dass zwei Era100 „lediglich“ als Surround Lautsprecher verwendet werden. Das bedeutet, dass diese direkt über ein eigenes 5 GHz Wlan mit der Soundbar kommunizieren, welches diese aufbaut. Somit ist das Router Wlan komplett überflüssig, da die Eras nach der Einrichtung nicht mehr darauf angewiesen sind. Solange die Eras als Surround Speaker verbunden sind, könntest du das Router Wlan im Prinzip aus Sonos entfernen. 
Der sicherste Weg wäre imo jedoch, beide Eras per Lan Adapter ins Netzwerk zu bringen, damit sie auch außerhalb der Verwendung als Rearspeaker ohne Router Wlan funktionieren. 
 

Bzgl. der Switches… igmp snooping und igmp v3 stehen quasi synonym. Wenn der Switch eine der beiden Angaben als unterstützt ausweist, dann passt das. Den Switch, der das nicht unterstützt, würde ich definitiv aus dem System nehmen und durch einen kompatiblen Switch ersetzen. 
 

​@Hedy L. 

„Danke“ fürs Wiederholen meiner Ausführungen mit deinen Worten. Bin aber beruhigt, dass ​@Makki0805 mich anscheinend auch so verstanden hat. 


Superschlumpf

​@Makki0805 

PS: ob auf einer Etage nun ein Lautsprecher oder ein Boost per Lan angeschlossen ist, ist egal. Wenn der Lautsprecher eigentlich ungünstig für eine Verkabelung steht, dann würde ich keinen Kompromiss beim Standort eingehen und einfach den Boost stattdessen dafür verwenden. 
Wenn es allerdings passt, dann auf jeden Fall den Speaker dafür nutzen. 


Hedy L.
  • October 25, 2026

Guten Abend ​@Hedy L.,

vielen Dank für Ihre Einschätzung und die hilfreichen Anregungen! 😊

Vielleicht habe ich mich bei der Fehlersuche tatsächlich etwas zu sehr auf die FRITZ!Box und deren Mesh-Funktionalität konzentriert... Ihren Hinweis, auch die Funkverbindungen innerhalb des SonosNet genauer unter die Lupe zu nehmen, werde ich deshalb gerne aufgreifen.

 

SonosNet und FritzMesh kommen miteinander nicht in Berührung.

 

Der zweite Switch sitzt auf dem Dachboden und wurde vor einigen Jahren von unserem Elektriker installiert. Ich bin eben noch einmal hochgeklettert, um nachzusehen: Es ist ein Netgear GS308v3, der tatsächlich kein IGMP Snooping unterstützt.

 

Wenn man mehr als ein multicastfähiges Gerät (dazu zählt z. B. auch eine IPTV-Box) mit einem inkompatiblen Switch verkabelt, zeigen sich die Folgen innerhalb einer Sekunde, denn der Netzwerkaufbau bricht unmittelbar zusammen; keine Sorge, Router & Co. überstehen das unbeschadet.

Ich habe die 8-Port-Ausführung des TP-Link TL-SG116. Wenn möglich, den GS308v3 bitte durch diesen ersetzen. Es ist (nicht nur) bei Netzwerkequipment von Vorteil, bei einem Modell zu bleiben.


Hedy L.
  • October 25, 2026

Nachtrag: Wenn sie sich auf verschiedenen Etagen befinden, sollten auch die Boosts verkabelt werden können. Auch wenn Boost und Play:1 ungefähr gleich alt sind, ist der Boost hierbei doch leistungsstärker, weil er allein für seine Aufgabe als Netzwerkbrücke konzipiert worden ist.

 

Ich werde deshalb als nächsten Schritt beide Boosts vom LAN trennen und versuchen, sie möglichst “sinnvoll” in der Nähe meiner „Problem-Lautsprecher“ zu platzieren. Mal sehen, ob sich dadurch schon eine Verbesserung erzielen lässt.

 

Wenn möglich auf halbem Wege zwischen zwei Lautsprechern.