DLNA ist ein MUSS für Smart Homes


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Liebe SONOS-Entwickler, liebe SONOS Geschäftsleitung

Seit Jahren wird darauf gewartet, dass SONOS das DLNA Protokoll sauber in Ihre Systeme integriert. Die Gründe für diese Anforderungen sind sehr unterschiedlich. Ich möchte nur auf eine eingehen: Smart Homes!

Es werden zunehmen mehr neue Gebäude mit Smart-Home Technologie ausgestattet. Smart in Bezug auf Audio bedeutet, dass Lautsprecher beim Betreten eines Raums automatisch, gesteuert über einen Bewegungsmelder, eingeschaltet werden, sich beim Verlassen wieder aus einer Gruppe ausklinken oder Sprachansagen des Smart Homes auf den zutreffenden Lautsprechern ausgeben, bevor sie die zuvor gewählte Quelle wieder abspielen. Smart bedeutet auch, dass Audio-Material von eigene Quellen (nicht nur Streaming Dienste) eingebunden und nach freier Wahl abgespielt werden kann.

All diese Funktionen sind grundsätzlich über eine saubere DLNA Integration möglich. Wichtig dabei ist zu verstehen, dass es dafür keinen Cloud Service benötigen darf und soll. Denn viele Smart Homes laufen nur im lokalen Netzt. Dies, weil ein Gebäude möglichst unanfällig für Störungen sein soll.

Viele Hersteller von Smart Home Steuerungen mühen sich wegen der fehlenden DLNA Integration bei SONOS ab, um die teueren SONOS Geräte Ihrer Kunden wenigstens “teilweise” in die Gebäudeautomatisierung einbinden zu können. Einige Hersteller, z.B. Loxone, weigern sich schlicht, eine nicht zertifizierte Lösung zu integrieren. Dies, weil dadurch erheblicher Mehraufwand für sie entsteht und sie die Kundenzufriedenheit nicht garantieren können.

Die Leidtragenden sind die SONOS Kunden, die eigentlich tolle Lautsprecher von SONOS gekauft haben, aber diese nicht in das Smart Home integrieren können.

Bitte nehmen Sie zur Kenntnis, dass Sie sich damit einer finanziell starken Käuferschicht entziehen. So leid es mir tut, werde ich künftig keine SONOS Produkte mehr einsetzen können und diese in meinem Kundenkreis auch nicht mehr empfehlen.

Sollten Sie wieder Erwarten auf Grund dieses Posts für Veränderungen offen werden, so würde ich Sie gerne beraten, offen zu kommunizieren, ob mit einer entsprechenden DLNA Integration gerechnet werden kann.

Ich hoffe auf eine Antwort, welche die Smart Home Entwickler, Integratoren und Endkunden in diesem sehr leidigen Thema endlich einen grossen Schritt weiterbringt.

Freundliche Grüsse
FiCastle


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9 Antworten

@FiCastle, Sie sind hier im Kundenforum, der Support lässt sich hier kaum blicken.

 

Eines kann ich Ihnen jedoch sicher sagen: Sonos stellt eine .api bereit, die Smarthome-Hersteller nutzen können und dies auch tun. Und soweit ich weiß basieren die meisten Systeme auf UPnP (dem Vorläufer von DLNA). Ich nehme an, es geht Ihnen vielmehr um die Steuerung von Medienservern über die Hausautomation.

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@Hedy L. Danke für den Hinweis.

Soweit ich verstanden habe ist der Vorläufer UPNP gegenüber DLNA stark eingeschränkt. Z.B. Lautsprecher dynamisch in eine Gruppe einbinden und wieder entfernen. Aber auch definierte audio-Ausgaben (z.B. Ansagen) von lokalen Quellen direkt auf einzelnen Lautsprechern oder Gruppen durchzuführen ist nach meinem Wissen über UPNP auf SONOS selbst nicht verlässlich möglich.

Wichtig ist in diesem Kontext also, dass die Smart Home Steuerung alle Sonos-Geräte uneingeschränkt steuern kann. Und zwar ohne, dass eine API auf der Cloud einbezogen werden muss. Das ist wie oben erwähnt in vielen Fällen ein KO-Kriterium.

In der Summe stelle ich fest, dass viele Hersteller von Medien-Ausgabegeräten auf DLNA umgeschwenkt sind und damit die Möglichkeiten vielfältiger, flexibler und einfacher sind, die Ausgabegeräte zu steuern und damit in die Hausautomatisierung zu integrieren. Der Request von verschiedenster Seite an SONOS, DLNA sauber zu integrieren scheint mir absolut valide.

Alternativ verwenden die Kunden Ausgabegeräte, welche die Anforderungen erfüllen können. Als langjähriger Kunde schätze ich SONOS und würde es begrüssen, wenn SONOS hier Hand bietet. Daher der Vorstoss.

...

Es werden zunehmen mehr neue Gebäude mit Smart-Home Technologie ausgestattet. Smart in Bezug auf Audio bedeutet, dass Lautsprecher beim Betreten eines Raums automatisch, gesteuert über einen Bewegungsmelder, eingeschaltet werden, sich beim Verlassen wieder aus einer Gruppe ausklinken oder Sprachansagen des Smart Homes auf den zutreffenden Lautsprechern ausgeben, bevor sie die zuvor gewählte Quelle wieder abspielen. Smart bedeutet auch, dass Audio-Material von eigene Quellen (nicht nur Streaming Dienste) eingebunden und nach freier Wahl abgespielt werden kann.

Hallo @FiCastle , wie @Hedy L. schon geschrieben hat gibt es dafür von SONOS ganz kostenlos bereitgestellt die API, welche von unzähligen Systemen bereits genutzt wird.

Ich weiß nicht was für ein HausAutomatisierungsSystem Du bei Dir betreibst ... aber schau nur mal bei Hager nach dem IoT-GateWay (für KNX) oder rein SW-basierend nach dem IO-Broker. Mit letzteren kannst Du eine Verbindung zwischen SONOS und so gut wie jedem am freien Markt vorhandenen System herstellen. - da braucht es kein DLNA.

Vorsichtig wäre ich allerdings mit der Verwendung der Vokabel "SMART-(Home)". 95% aller Nutzer (und auch der Anbieter) verstehen unter "SMART" einzig die Bedienung der Geräte von / mit einem Mobile-Device! - das hat so gut wie nichts mit der von Dir o. beschriebenen Automatisierung zu tun.

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@Peter_13 

Hallo Peter_13

Danke für die Antwort.

Auf die ausformulierten Kriterien / Anforderungen bist Du leider nicht eingegangen. Hier nochmals kompakt die folgenden Fragen:

  • Funktioniert die API ohne Internetanbindung?​​​​​​​​​​​​​
  • Können über die API im lokalen Netz (LAN) bereitgestellte Audiotracks (z.B. ab einem NAS) abgespielt werden
  • Können über die API Gruppen gebildet werden, einzelne Ausgabegeräte dynamisch zu Gruppen hinzugefügt oder wieder entfernt werden? 

In der Summe stelle ich fest, dass viele Hersteller von Medien-Ausgabegeräten auf DLNA umgeschwenkt sind und damit die Möglichkeiten vielfältiger, flexibler und einfacher sind, die Ausgabegeräte zu steuern und damit in die Hausautomatisierung zu integrieren. Der Request von verschiedenster Seite an SONOS, DLNA sauber zu integrieren scheint mir absolut valide.

 

Sag niemals nie, doch seit 2005 hat Sonos DLNA nicht mehr als rudimentär unterstützt. Und die Entwicklung hat alle Hände voll mit den eigenen Produkten zu tun, als dass da noch Ressourcen für Drittanbieter aufgewendet werden. Bei einem profitorientierten Unternehmen muss die Kosten-Nutzen-Rechnung aufgehen, tut sie das nicht, konzentriert man sich auf Gewinnbringenderes.

 

Sprachdienste, Spotify Connect (“Direct Control”) sind Clouddienste, deren APIs Internetzugang verlangen; und das sind nur die uns bekannten Partner. Aus dem Grund dürfte Sonos unmittelbar nach der Einführung von Alexa (war das 2017?) sukzessive begonnen haben von UPnP auf Cloud umzustellen, ganz abgeschlossen ist der Prozess noch nicht. Ich kann mir schwer vorstellen, dass die Hersteller von Hausautomation den umgekehrten Weg gehen.

 

Falls Sie Entwickler sind, melden Sie sich an und schauen sich die Möglichkeiten an.

 

  • Funktioniert die API ohne Internetanbindung?​​​​​​

Ja.

  • Können über die API im lokalen Netz (LAN) bereitgestellte Audiotracks (z.B. ab einem NAS) abgespielt werden

Ja, wenn in SONOS ein Pfad zu einer lokalen Musikbibliothek konfiguriert ist.

  • Können über die API Gruppen gebildet werden, einzelne Ausgabegeräte dynamisch zu Gruppen hinzugefügt oder wieder entfernt werden? 

Ja

 

… wie von Hedy bereits mehrfach erwähnt kannst Du das und alle Details unter den ebenfalls bereits genannten Links alles selber nachlesen

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Besten Dank für Eure Feedbacks und Inputs. Ich werde das gerne weiter prüfen. 

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@Hedy L. Wirtschaftlichkeit und Ressourcen sind nicht nur die Argumente von SONOS, sondern auch von deren Mitbewerbern. Und einige davon scheinen den Spagat ja zu schaffen. Ich pflichte Ihnen bei, dass die Cloud von den Hyperscalern massiv vorangetrieben wird und verstehe die Entscheidung der Anbieter, die Vorteile oder gar den Zwang, auf den Cloud Zug aufzuspringen.

Weniger einleuchtend ist indes die Cloud-Entwicklung als Begründung für die Ablehnung einer sauberen DLNA Integration anzuführen. Das Eine muss kaum den Ausschluss des anderen bedeuten.

Am Schluss entscheidet der Markt und die Kunden. Gut möglich, dass SONOS mit dem heute verfügbaren Kundensegment zufrieden ist und der Druck zu klein ist, um in das für den Audiomarkt eigentlich selbstverständliche Bedürfnis nach Industriestandards einzulenken.

Allenfalls möchte SONOS aber auch durch nachhaltige und zukunftsträchtige Software wachsen um damit im eher höheren Preissegment bestehen zu können.

Sofern mit der API lokal alles so prima klappen würde, wie @Peter_13 schreibt, wäre eine DLNA Integration ja tatsächlich nicht erforderlich.

Sollte es dann doch nicht so sein, werden sich die Mitbewerber an abwandernden Kunden freuen.

Für mich sind Ihre Antworten damit ausreichend - wenn auch in der Sache nicht befriedigend. Besten Dank trotzdem.

 

 

 

 

@FiCastle, Sonos ist ein Musiksystem, kein Baustein einer Hausautomation.

 

Sonos richtet sich an eine bestimmte Zielgruppe und deren Bedürfnisse werden mittels Marktforschung im Auge behalten. So veranstaltete man z.B. vor Jahren eine Umfrage, wie man zu einem ‘Deep Standby’-Modus stehe und inwieweit man bereit sei, damit verbundene Einschränkungen (wie die Wartezeit bis alle Komponenten wieder einsatzbereit sind) in Kauf zu nehmen. Da es bis heute nur den einfachen Ruhemodus gibt, dürfte die Mehrheit der Befragten (so wie ich) mit “Ich brauche kein Deep Standby” geantwortet haben und danach hat man sich gerichtet.