Deezer - (Erste) Erfahrungen

  • 28 December 2011
  • 19 Antworten
  • 14169 Ansichten

Benutzerebene 3
Abzeichen +2
Im Vergleich zu Napster folgende erste Eindrücke mit dem Sonos-Controller:

Positiv:
- sehr gute Klangqualität
- höher auflösende Album-Cover
- gute Performance
- Smart-Radio funktioniert (man wählt z.B. einen Interpreten und bekommt einen Dauerstream mit Musik ähnlicher Künstler)
. (Nachtrag 2.1.12: Die Smartlisten sind doch alle leider recht ähnlich ...)
- Playlistenzusammenstellung auf dem Deezer-Account via PC erscheint im Controller (!)

Negativ:
- noch sehr bescheidenes Angebot im Sonos Controller (kaum Klassik, kaum Hörbücher, kaum Jazz, aktuelle Alben fehlen) z.B. nur ein Album von Dieter Nuhr; nur 4 Eagles-Alben usw. usw.

Ganze 11 Radiothemen mit jeweils nur 1 Sender - davon einige auch noch ohne Funktion bzw. Sender z.B. Soundtracks ...
usw. usw.

- schlechtere Suchfunktionen: Interpreten, Titel oder Alben werden oft nur nach buchstabengenauer Kompletteingabe gelistet.

Deezer-Empfehlungen:
Bei Interpreten: 0
Bei Alben: 10 (fast nur französische ...)
Neuerscheinungen: 5
Top-Titel USA: 10 (darunter immer noch "Grenade" ... naja)
Musikrichtungen: ganze 8 (dabei auch "French" - dafür keine Klassik, keine Audiobooks)

Insgesamt wirkt das angeblich größte Streaming-Angebot in der Sonos-Präsentation noch sehr übersichtlich. Selbst Klassiker wie Eagles, George Winston, Prince usw. sind nicht vollständig abrufbar.

Wahrscheinlich wird sich das alles noch verbessern - aber aktuell macht Napster für mich noch den gefälligeren Eindruck. Vor allem der "redaktionelle Teil" bei Deezer - also die Empfehlungen usw. sind mäßig bis schlecht. Ich muß aber zugeben, dass ich noch nicht alle technischen Möglichkeiten von Deezer durchschaut habe (z.B. die Offline-Nutzung will sich mir nicht erschließen). Außerdem erscheint Deezer transparenter was den "Service-Status" usw. betrifft. Da gibt es deutlich mehr Informationen auf der HP. Aber was für mich primär zählt ist ein einfacher Zugriff auf Musik und die Inspiration "Neues" zu hören.

Dirk

Dieser Beitrag ist geschlossen für weitere Beiträge

19 Antworten

Benutzerebene 1
Abzeichen
Danke für diesen Erfahrungsbericht - bitte demnächst updaten.

Ich interessiere mich für Deezer, habe kein Napster sondern derzeit Last.fm abonniert. Da ich meistens nur am Wochenende höre, zweifle ich derzeit, ob Dezzer den Mehrpreis für mich (!) wert ist.
Benutzerebene 3
Abzeichen +2
... dann würde ich wirklich erst einmal einen Napster Probe-Account machen - die zugehörige Software für den PC ist nicht zwingend erforderlich - macht aber Sinn - weil was Du da siehst ist auch via Sonos abrufbar. Und dann mit den Sonos auf der Couch loslegen. Zum Stöbern und Neuentdecken bietet Napster via Sonos (z.Zt. noch) mehr. Ich selber werde meinen Deezer-Probe-Account nicht verlängern - da ist einfach noch zu wenig drin (via Sonos). Dirk
Benutzerebene 1
Deezer hat einen entscheidenden Nachteil:
Man MUSS zur anmeldung ein facebook account haben!

Napster hat den denn nachteil, dass es nur 128 im stream liefert und mit der to-go-flatrate kein download auf einen pc mehr möglich ist.

Ich hätte gern einfach einen musikdienst mit mind. 192 im stream und der download möglichkeit auf den pc mit einer flatrate - eigentlich ganz einfach oder?
Abzeichen +1
Deezer hat einen entscheidenden Nachteil:
Man MUSS zur anmeldung ein facebook account haben!


Hallo,

wie kommst Du darauf das man für die Anmeldung einen Facebook Account haben muss?

Ich habe keinen und werde auch keinen haben, konnte mich aber trotzdem registrieren.

Ein Vorteil bei Deezer ist die "Gapless-Wiedergabe" auf meinen ZP90. Bei Napster und Juke ist das nicht möglich und für mich somit ein k.o. für diese Dienste.

Settler
Benutzerebene 3
Abzeichen +2
Nein - eine Anmeldung bei Deezer geht definitiv auch ohne Facebook-Account. "GAPs" habe ich bei Napster aber auch noch nicht festegestellt (NAS->Bridge->Connect). Läuft wie bei Deezer alles schön ohne Pausen durch.
Benutzerebene 1
... dann versucht es bitte mal - sobald man auf "register" klickt, kommt der link "verbindung mit facebook account"

wäre ja schön, wenns ohne ginge.
Benutzerebene 3
Abzeichen +2
Nein - das geht: Du kannst Dich über ...
http://www.deezer.com/de/premium
ohne Facebook anmelden (15 Tage gratis blablabla) Klick bei Premium plus "Versuchen Sie es jetzt erneut"

Aber Du hast auch Recht ! Der normale, intuitive Weg über die Homepage ist unübersichtlich und fehlerhaft: Da stimmt schon wieder etwas nicht. Ich habe bisher KEIN Facebook-Account und konnte noch vor Weihnachten mit dem "zweiten" Login Dialog (also nach "Konto erstellen" -> "Verbindung") mit einem Nickname, eMail-Adresse und Passwort ein Konto erstellen (und lediglich alternativ einen Facebook-Account nutzen). Aktuell sieht man nun dort lediglich einen Button "Facebook".
Das das tatsächlich mal anders war siehe hier:
http://www.futurebiz.de/artikel/facebook-music-open-graph-app-deezer-in-deutschland-nutzen/
Zitat: Anders als bei Spotify, ist bei Deezer ein Facebook Konto keine Pflicht, möchte man aber die Open Graph Anwendung und das damit verbundene “Frictionless Sharing” nutzen, kann man sich einfach über sein Facebook Konto registrieren.


Sei´s drum - all´das zeigt nur:
Deezer erscheint mir in Verbindung mit Sonos noch dermaßen unausgegoren (auch die Dialoge sind tw. fehlerhaft und unverständlich), so dass ich es vorerst nicht weiternutzen werde.
Benutzerebene 1
Also ich konnte mich vor Kurzem noch ohne fb anmelden.

Mit Musikdiensten hatte ich bislang keine allzugroßen Berührungspunkte, aber bei Deezer habe ich bislang alles gefunden, was ich gesucht habe.
OK, es ist schon manchmal komisch wenn man bspw über den Interpreten nicht den Song findet aber bei Eingabe des Titels ist er da. Wenn man es weiß, ists ok.

Die Downloadfunktion ist für ein smartphone gedacht, was man angeben kann. Dann kann man bspw im Zug die Musik ohne Onlineverbindung hören.
Benutzerebene 1
Diese Nähe zu Facebook macht einem Deezer gleich sehr unsympatisch. Inzwischen sind die negativen Datensammelmeldungen so häufig und man braucht nicht mal angemeldet zu sein um getrackt zu werden.
Abzeichen +1
Läuft wie bei Deezer alles schön ohne Pausen durch.

Hallo,

habe es gerade nocheinmal bei mir mit dem Album "Live Over Europe 2007" von Genesis getest:

Napster. kurze Unterbrechung (weniger als eine Sekunde) zwischen den Titeln.

Juke: das gleiche Ergebnis wie bei Napster

Deezer: keine Unterbrechungen

Die schlechte Soundqualität bei Napster ist mir besonders aufgefallen. Bei Juke ist die bedeutend besser, ebenso bei Deezer.

Bei Deezer habe ich bemerkt, das bei obigen und bei anderen Alben, die aus mehreren CDs bestehen, die Tracklisten durcheinander sind (Suche und Auswahl über iPod Touch).

Zum Beispiel:

Track 1 = CD1 Track1
Track 2 = CD2 Track1
Track 3 = CD1 Track2
Track 4 = CD2 Track2

usw.

Settler
Benutzerebene 1
@halsband:
Vielen Dank für den Link, das hat funktioniert - nun schaue ich mal
Benutzerebene 3
Abzeichen +2
Die schlechte Soundqualität bei Napster ist mir besonders aufgefallen. Bei Juke ist die bedeutend besser, ebenso bei Deezer.Die Klangqualität von Napster ist tatsächlich bescheiden. Als Hintergrundmusik ohne zu hohe Ansprüche durchaus gefällig. Aber auf einer ordentlichen Anlage zum lustvollen Geniessen hat Deezer den besseren Sound. Merkwürdigerweise aber auch nicht durchgehend. Obwohl angeblich alles mit 320kb/sec codiert sein soll, entdecke ich auch bei Deezer immer wieder sehr mäßiges Material (event. durch weitere Kompressions- und Limiter-verfahren) - v.a. im direkten Vergleich mit der CD.

Ich glaube aber auch nicht, dass die Streaming-Dienste in erster Linie den Klang-Puristen bedienen wollen bzw. können. Sie ersetzen sicher nicht meine physische Musiksammlung auf HD oder mein CD-/Vinyl-Regal. Aber zum Appetit machen, zum Stöbern und Entdecken eignen sie sich ganz grandios (und hier gefäält mir Napster oder mit Abstrichen auch LastFM z.Zt. noch besser - Juke kenne ich noch nicht)
Aktuell ist mir z.B. bei Deezer noch unangenehm aufgefallen, dass die "Smartlisten" sich doch sehr ähneln und wenig spezifisch sind. Dirk
Benutzerebene 1
Ich würde gerne von Napster zu Deezer wechseln, aber dort ist mir die Songauswahl (momentan) noch zu schlecht..
Leider fehlen viele Songs von deutschen Künstlern wie Asp, Letzte Instanz (wenn die jemand kennt^^).
Ich hoffe, dass das sich mit den nächsten Woche zum positiven entwickelt.
Napster mit 128 kps nervt doch etwas...
Benutzerebene 1
Ich bin zufrieden mit Deezer, ich werde bei naster kündigen und wechseln.

die soundqualität ist besser und der service ist noch günstiger

Vielen dank für den Tip @HALSBAND
Benutzerebene 1
Die Klangqualität von Napster ist tatsächlich bescheiden. Als Hintergrundmusik ohne zu hohe Ansprüche durchaus gefällig. Aber auf einer ordentlichen Anlage zum lustvollen Geniessen hat Deezer den besseren Sound. Merkwürdigerweise aber auch nicht durchgehend. Obwohl angeblich alles mit 320kb/sec codiert sein soll, entdecke ich auch bei Deezer immer wieder sehr mäßiges Material (event. durch weitere Kompressions- und Limiter-verfahren) - v.a. im direkten Vergleich mit der CD.

Ich glaube aber auch nicht, dass die Streaming-Dienste in erster Linie den Klang-Puristen bedienen wollen bzw. können. Sie ersetzen sicher nicht meine physische Musiksammlung auf HD oder mein CD-/Vinyl-Regal. Aber zum Appetit machen, zum Stöbern und Entdecken eignen sie sich ganz grandios (und hier gefäält mir Napster oder mit Abstrichen auch LastFM z.Zt. noch besser - Juke kenne ich noch nicht)
Aktuell ist mir z.B. bei Deezer noch unangenehm aufgefallen, dass die "Smartlisten" sich doch sehr ähneln und wenig spezifisch sind. Dirk


Hallo,

hinsichtlich der Beurteilung der Klangqualität von Streamingdiensten kommt sicherlich jeder zu seinem individuellen und subjektiven Urteil, da hier viele Faktoren (Güte der Anlage, Anspruch, eigenes Gehör etc.) eine Rolle spielen.

Ich selber bin z.B. mit der Klangqualität bei Napster (gehört über Sonos ZP 90 und meine Stereoanlage) sehr zufrieden - und das nicht nur als Hintergrundmusik. Meine Anlage ist allerdings bei weitem nicht High-End (AV-Receiver Onkyo SP-809, Canton Standboxen Ergo 900 DC). Im direkten Vergleich mit Deezer (Pop und Klassik) konnte ich keine Unterschiede feststellen. Auch mehrere Bekannte/Verwandte (allesamt keine Hifi-Puristen), denen ich beide Dienste vergleichend vorgespielt hatte, kamen zum gleichen Ergebnis. Insofern ist meine Meinung, dass für den normalen "Durchschnittshörer" und die breite Masse, die nicht audiophile Ansprüche hat, die Klangqualität auch bei Napster schon sehr gut ist.

Da ich aber dazulernen will, würde mich interessieren, wo genau denn die Musik von Deezer klanglich merklich besser ist. Worauf muss man achten, um die Unterschiede herauszuhören? Gibt es kritische Musikstücke, in denen sich die Unterschiede besonders bemerkbar machen? Wenn ja, betrifft dies bestimmte Tonhöhen/Instrumente?

Rainer
Höre mal auf high-hats. Z.B. "Interstate Love Song" von den Stone Temple Pilots. bei schlechter kodierung neigen die dazu, in ein Rauschen unter zu gehen, wenn viel los ist. So höre ich im refrain zwar den Anschlag, aber das Ausklingen geht unter. (Jetzt vergleiche ich Napster aber mit flac in der local library)
Benutzerebene 3
Abzeichen +2
Nun - das ist eben alles sehr individuell. Ich selber habe eine ganz ordentliche Anlage mit sehr guten Boxen. Aber während ich mich über klangliche Sahnestückchen (Dave Grusin: Modaji, Linda Ronstadt: Sweet Spot, Tom Scott: Target u.v.m.) immer sehr freue, ist es meiner Frau so ziemlich wurscht was da Wie den Raum füllt). Ich höre im Blindversuch bei einigen Stücken den Unterschied der Bitraten von 128 kbps zu 320 kbps recht deutlich. Dagegen den Sprung von 192 zu 320 kbps höre ich kaum bis garnicht mehr.

Besonders auffällig ist dieser Unterschied bei einem nicht "vollgekleisteterten" Frequenz- und Dynamikbereich (ich weiss nicht wie ich es anders ausdrücken soll) wie man es bei vielen Pop+Rock Liedern findet. Also z.B.: "Hotel California" als Live-Mitschnitt auf "Hell Freezes Over" ist klanglich dramatisch gut. Aber hier ist der Unterschied viel weniger auffällig als z.B. bei "Also sprach Zarathustra, Op. 30" (Vorsicht Basszerstörer) oder "Baltimore" (Lyle Lovett). Hinzu kommt, dass ich bei niedrigen Bitraten viel häufige auch digitale Artefakte höre wie z.B. Zirpen, Scheppern oder Klicks. Und das (aus genannten Gründen) eben eher bei Klassik, Jazz und Live-Aufnahmen ... und weniger bei Adele 😉.

Außerdem MUSS es auch bei den Kompressionsverfahren der Streamingdiensten noch andere Einflüsse als die Bitrate geben: denn auch bei Juke und Deezer gibt es manchmal Rauschfahnen nach und Echos vor Einsätzen, die ich mit eigenkodiertem Material (Lame-Decoder und EAC) nicht habe. Ich will den Begriff "Audiophil" nicht strapazieren - aber ein originalgetreuer, perfekter Klang ist sicher (noch) nicht die Domäne der Streaming-Dienste. Aber zum "Schön-Musikhören" reichts allemal. Dirk
Benutzerebene 1
Vielen Dank für Eure Kommentare und Anregungen! Dann werde ich in den nächsten Tagen einmal versuchen, einige der genannten Titel vergleichend genauer anzuhören und auch auf mögliche Artefakte zu achten.

Rainer
Dann stehe ich mit meiner Meinung zu Deezer doch nicht so alleine dar...ich habe gestern noch das Gefühl gehabt, dass die Musik bei Deezer recht "pumpt", als wenn die Musik auf einem Level gehalten werden soll...auf der anderen Seite kann ich mir das nicht vorstellen, da die Labels doch im Grunde nur die "CDs" umwandeln, die werden doch sicherlich keine Audiobearbeitung daran vornehmen...das würde doch imense Kosten verursachen...

Ich hoffe mal dass ich dieses Erlebnis bei Simfy auf Sonos nicht haben werde. Bei Spotify ist mir z.B. gar nichts aufgefallen...

Oder kann das auch kommen, wenn man die Klangeinstellungen beim Sonos-Player überstrapaziert?